Hessische Uhrmacherschule
Karl-Geitz-Schule


Meister- und Weiterbildungsschule für das Uhrmacherhandwerk im Hessenpark


Karl Geitz

Karl Geitz




Meisteruhrmacher und Namensgeber der Hessischen Uhrmacherschule

Karl Geitz wurde am 10. Oktober 1913 geboren. Nach seiner Lehrzeit als Uhrmacher erhielt er als Belohnung für seine hervorragenden Leistungen ein Stipendium zum Besuch der Deutschen Uhrmacherschule (DUS) in Glashütte in Sachsen. Während seines Aufenhaltes an der Schule von Mai 1934 bis Oktober 1935 bestand er die Reife- und Meisterprüfung. Als Schuluhr fertigte er eine Taschenuhr erster Güte mit Ankerhemmung und als Meisterstück 1935 eine große Damenarmbanduhr mit Dreiviertelplatine und Glashütter Ankerradklöbchen auf der Bassis eines Urofa-Werkes.

Als Meisterschüler des legendären DUS-Lehrers Alfred Helwig baute er zusätzlich 1935 noch ein fliegendes Ein-Minuten-Tourbillon mit Federhemmung, Auf- und Abwerk und zwei hintereinander geschalteten Federhäusern, das als besonders herrausragende Arbeit mit der DUS-Sondernummer 34 in die Geschichte eingeht. Der Bau von Tourbillons durfte damals nur mit Genehmigung der Schulleitung erfolgen, nachdem festgestellt wurde, dass der Schüler das nötige Können und Durchstehvermögen besaß.

Dieses Tourbillon erzielte 1937 bei einem Chronometerwettbewerb der Deutschen Seewarte in Hamburg einen ersten Preis in der Kategorie Sonderklasse - die höchste Auszeichnung die zu dieser Zeit von einer mechanischen Taschenuhr erreicht werden konnte.

Beim Schulabgang erhielt Karl Geitz eine Anerkennungsurkunde der Großmann-Stiftung und arbeitete kurze Zeit bei Willenberg in Mainz. Ab Oktober 1936 bis 1945 war er Lehrer an der DUS in Glashütte und der dortigen Bezirks-Uhrmacherschule

1951 richtete Karl Geitz in Frankfurt am Main die "Landesfachklasse" für Uhrmacher ein.

Er blieb Leiter bis zu seiner Pensionierung 1979. Die Schule trägt heute ehrenhalber seinen Namen. Nach der Pensionierung fertigte Karl Geitz noch 25 große Hemmungsmodelle der verschidensten Hemmungen, die sich heute im "Frankfurter Uhren- und Schmuckmuseum" befinden.

Karl Geitz verstarb am 27. September 2008 im hohen Alter von 95 Jahren.







Valid HTML 4.01 Transitional Valid CSS